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Freitag ist Abgabe für ein Gruppenprojekt. Es ist Dienstag, und keiner hat angefangen. Was tust du?
Du sagst laut, dass du die schwere Hälfte nimmst, und forderst alle heraus, mitzuhalten.
Du baust einen Plan, so klar, dass Mitmachen leichter ist als Widersprechen.
Du machst ein geteiltes Dokument auf, schreibst allen freundlich und stopfst still die Lücken.
Du verschwindest in der Recherche und kommst mit mehr zurück, als irgendwer wollte.
Du merkst, dass ein Freund dich bei einer Kleinigkeit angelogen hat. Was tust du?
Du sprichst es an, heute noch, auch wenn das Abendessen dann komisch wird.
Du sagst nichts und achtest ab jetzt darauf, ob es ein Muster ist.
Du fragst dich, was jemanden zu so einer Lüge bringt, und fragst dann behutsam nach.
Du findest genau heraus, warum gelogen wurde, bevor du entscheidest, ob es zählt.
Jemand drückt dir den Schlüssel zu einem Raum in die Hand, den du nicht betreten sollst. Was tust du?
Du gehst rein. Natürlich. Entschuldigen kannst du dich hinterher.
Du findest erst über andere heraus, was drin ist, dann entscheidest du.
Du behältst den Schlüssel. Ihn zu haben ist mehr wert, als ihn zu benutzen.
Du gibst ihn zurück. Wer die Tür abgeschlossen hat, hatte seine Gründe.
Es ist zwei Uhr nachts und du bist noch wach, weil:
du tief in etwas steckst, das völlig nutzlos und völlig wunderbar ist.
du einen Streit nachspielst und deinen Part neu schreibst, diesmal besser.
jemand noch tippt und du bestimmt nicht als Erstes offline gehst.
du durchrechnest, wo du in fünf Jahren stehen willst, und wie du hinkommst.
Welches Kompliment käme bei dir wirklich an?
„Das ist nur wegen dir passiert.“
„Niemand sonst bemerkt Dinge so wie du.“
„Alle entspannen sich ein bisschen, wenn du reinkommst.“
„Du warst die ganze Zeit drei Schritte voraus.“
Eine Regel bei der Arbeit oder an der Uni ist ganz offensichtlich sinnlos. Was tust du?
Du brichst sie vor aller Augen und nimmst, was kommt.
Du hältst dich dran und findest die Lücke, an die beim Aufschreiben keiner gedacht hat.
Du liest die ganze Vorschrift, bis du verstehst, warum es sie überhaupt gibt.
Du hältst dich dran, weil den Ärger sonst jemand anderes abbekommt.
Wo bist du an deinem perfekten Samstag?
Irgendwo, wo du noch nie warst, leicht verirrt und ganz ohne Plan.
In einem langen Gespräch, das immer weiter ins Seltsame abbiegt.
Am Herd, für sechs Leute, die aus ganz verschiedenen Gründen was zu essen brauchten.
Allein, und du kommst richtig voran mit etwas, das nur dir gehört.
Man wird sich an genau eine Sache von dir erinnern. Du wählst:
Den Moment, als du aufgestanden bist, während sonst keiner aufstehen wollte.
Etwas, das du herausgefunden hast und das dich lange überlebt.
Die Menschen, die durchgekommen sind, weil du geblieben bist.
Das, was du gebaut hast, mit deinem Namen noch drauf.
Im Gruppenchat schießt jemand gegen einen Freund von dir. Was tust du?
Du antwortest sofort, im Chat, wo es alle sehen.
Du machst einen Screenshot, sagst nichts und merkst es dir sehr lange.
Du schreibst erst deinem Freund und fragst, ob alles okay ist.
Du fragst die Person, ganz ernsthaft, was sie damit gemeint hat.
Wovor du insgeheim am meisten Angst hast:
Herauszufinden, dass du nie so mutig warst, wie du andere glauben ließt.
Als letzte Person im Raum etwas zu verstehen.
Von Leuten zurückgelassen zu werden, die du nie zurückgelassen hättest.
Gewöhnlich zu werden, ohne dass es jemand auch nur erwähnt.
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